Monitoring ist schon so alt, wie die technischen Anlagen selbst.

Monitoring hat wenig Ähnlichkeit mit Fernseh‘ gucken…

… da gleicht es schon eher dem Treiben an der Börse.

Die großen Monitore an der Wand strahlen dabei eine Art „Leichtigkeit“ aus, die sich bei genauerem Hinsehen  als verdichtete Information entpuppt. Verdichtet aus Datenquellen, die sich aus hunderten, manchmal tausenden von Sensordaten und Zeilen aus Protokolldateien zusammensetzen. Diese Informationen in ihrer ursprünglichen Form in irgendeiner Weise als Alarmsystem auf dem Bildschirm zu verwenden, ist vollkommen unmöglich. Das „Vorbeirauschen“ des sich permanent füllenden Bildschirms würde dem Betrachter nicht annähernd die Zeit lassen, die Zeilen auch nur zu überfliegen, geschweige denn, den Sinn zu erfassen. Bis zu 300 Messwerte liefern z.B. die Sensoren eines Server – Mainboards. Multipliziert mit der Anzahl der zu überwachenden Systeme ergibt das eine Menge, die ohne Aufzeichnung und Verdichtung weder sinnvoll verstanden noch ausgewertet werden kann, denn ohne Verdichtung würde ein Peak-Value quasi einen Alarm auslösen, während ohne Aufzeichnung eine signifikante Abweichung vom Standard gar nicht erkannt werden könnte.

Heute wie damals hilft es uns….

…hinter die Kulissen zu schauen.

…und hier kommt das Monitoring-Tool ins Spiel

Damit Monitoring funktionieren kann,

müssen aus der Datenflut diejenigen Werte herausgefiltert werden, deren Auftreten einen Eingriff erfordert oder sonst wie Beachtung verlangt. Das eingesetzte Tool muss also gewisse Fähigkeiten mitbringen, die diese und weitere Überwachungs- und Meldefunktionen ermöglichen. Wie fast immer in der IT nutzt das Tool ohne einen geschulten und aufmerksamen Techniker nur wenig. Schauen wir uns den Prozess zu einem effektiven Monitoring mal an:

  1. Sowohl der Techniker, als auch das Tool bringen eine gewisse Grundmenge an Informationen mit, die als Observationskriterien im System erfasst werden müssen. Der Techniker entscheidet also, welche der vorhandenen Kriterien aktiviert oder deaktiviert werden und welche der „nicht vorhandenen“ Kriterien neu hinzugenommen werden.
  2. Die Meldungen werden in Alarmgruppen eingeteilt, über welche gesteuert wird, wie das System auf das Auftreten der Meldung reagieren soll. (hier eine Beispielkonfiguration)
    a. Schwerwiegende Fehler werden vierfach alarmiert: Konsole; Supportgruppe; Manager; Kunde
    b. bedeutende Fehler werden zweifach alarmiert: Konsole; Supportgruppe
    c. Unregelmäßigkeiten werden einfach alarmiert: Konsole
    Die Spielarten sind dabei frei konfigurierbar und daher umso mehr auf erfahrene Techniker angewiesen. Ob und in welchem Alarm-Szenario der Kunde „mit informiert“ wird, hängt von seinem gewünschten Beteiligungsgrad ab.
  3. Eine weitere Aufgabe besteht darin Meldungen abzufangen, die „erstmalig“ auftreten. Solche Meldungen haben sicherheitshalber mal einen relativ hohen Bedeutungsgrad, weil durch die Eigenschaft der „Erstmaligkeit“ die Schwere der Auswirkung nicht klar ist. Ist also – wie in diesem Falle – die Meldung vom Typ „FEHLER“, so wird sie bei uns z.B. als A-Meldung eingestuft und entsprechend alarmiert.
  4. Nach Analyse und Bewertung der „NEUEN“ Meldungen, werden diese – nach einer gewissen Beobachtungszeit –  entsprechend in einer Alarmierungsklasse eingestuft, oder auch verworfen; je nach Bedeutung.

Im Ergebnis hat man also dann…

…ein Monitoring, das einerseits über Alarmfarben auf den „Konsolen“ (das sind die großen bunten Bildschirme an der Wand) die Aufmerksamkeitstrigger bedient, andererseits werden Meldungen (z.B. per Mail) ans Ticket-System gesendet, in dem der zugrunde liegende Fehler dann analysiert und behandelt wird.

Nun können Sie sich wahrscheinlich auch schon vorstellen, wie das Monitoring auch bei Ihnen einzuführen wäre:

  • Schritt 1: Die Einrichtung, welche die Konfiguration der Erkennungsmechanismen, aber auch die Absprachen über die Alarmierungen enthält.
  • Schritt 2: Das Operating, also die eingeplante Aufmerksamkeit der Techniker für die neue Installation, und die Bereithaltung der Checklisten und Anweisungen für die etablierten Alarm-Szenarien.

Gerne besprechen wir unverbindlich mit Ihnen, ob Monitoring für Sie sinnvoll ist, was es bringt und was es kostet.

Sprechen Sie uns an oder schreiben Sie uns; wir freuen uns, wenn wir Ihnen damit ein Stück mehr „Gelassenheit“ ins Leben bringen können.

Der Betrieb unseres Rechenzentrums ist durch Monitoring überhaupt erst möglich.